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Guatemala: Innenpolitik

17.10.2019 - Artikel

Mit 14,9 Millionen Einwohnern ist Guatemala das bevölkerungsreichste Land Zentralamerikas. Das Land ist durch diverse Bevölkerungsgruppen geprägt, darunter Latinos, Mestizen mit europäischer und indigener Abstammung, Maya, Xinka, Personen mit afrikanischer Abstammung, Garífuna. Neben der Amtssprache Spanisch werden allein 22 Maya-Sprachen gesprochen. Die indigene Bevölkerung ist nach wie vor in Politik, den staatlichen Institutionen und der Wirtschaft stark unterrepräsentiert.

Nach dem über 30-jährigen Bürgerkrieg (1960-1996) sind noch nicht alle Wunden verheilt. Die hohe soziale Ungleichheit und die weitverbreitete Armut auf dem Land bestehen in vielen Teilen fort. Auch dadurch gibt es eine starke Polarisierung der Gesellschaft. Die Verfassung von 1986 gibt dem Land eine präsidentiell-demokratische Ordnung, in der der Staatspräsident Regierungschef und Staatsoberhaupt ist. Der Kongress fungiert als Legislative und wird wie der Präsident alle vier Jahre gewählt. Er setzt sich aus 160 gewählten Abgeordneten aus derzeit 19 Parteien zusammen. Die stärkste Partei war zuletzt die formal sozialdemokratische Partei UNE (Unidad Nacional de la Esperanza). Die große Anzahl an Parteien erschwert eine geeinte Vertretung der Hauptinteressen der Bürgerinnen und Bürger des Landes.

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