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Beziehungen zu Deutschland

20.11.2017 - Artikel

Stand: März 2018

Politik

Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind eng und freundschaftlich. Deutschland und Guatemala pflegen intensive Beziehungen im politischen, kulturellen, entwicklungspolitischen und wirtschaftlichen Bereich. Die Bundesrepublik leistet unter anderem Unterstützung in den Bereichen Demokratische Regierungsführung mit Gleichberechtigung, Umweltschutz und Anpassung an den Klimawandel sowie Bildung.

Wirtschaft

Größter Handelspartner Guatemalas sind die USA mit rund 34,1% des guatemaltekischen Exporthandels und 40% des guatemaltekischen Importhandels. Das Handelsvolumen zwischen Guatemala und Deutschland belief sich 2016 auf rund 429 Mio. USD; die deutschen Exporte nach Guatemala beliefen sich auf 280,7 Mio. USD, die Importe aus Guatemala auf 148,3 Mio. USD (Quelle: GTAI), dies entspricht ca. 1% des guatemaltekischen Außenhandels. Mehr als 50% der deutschen Importe entfallen auf Speiseöle und Speisefette, gefolgt von Kaffeelieferungen, Tabak, Gemüse und Früchten. Bei den guatemaltekischen Importen aus Deutschland stellen Maschinen, chemische und pharmazeutische Produkte sowie Kraftfahrzeuge den größten Anteil (60%).

Ein Investitionsschutzabkommen trat im Oktober 2006 in Kraft.

Die Deutsch-Guatemaltekische Industrie- und Handelskammer hat rund 160 Mitglieder und spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.

Entwicklungszusammenarbeit

Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit (EZ) konzentriert sich auf die Themen Demokratische Regierungsführung, Bildung (Primar- und Sekundarschulwesen im ländlichen Raum, berufliche Bildung), Umweltschutz und Anpassung an den Klimawandel. Daneben engagiert sich Deutschland in den Bereichen Fiskalpolitik und Konfliktmoderation u.a. durch den Zivilen Friedensdienst.

In den Regierungsverhandlungen im November 2016 wurde ein Volumen der deutschen EZ-Maßnahmen für Guatemala für die nächsten zwei Jahre in Höhe von 10 Mio. Euro vereinbart. Die nächsten Regierungsverhandlungen finden im September 2018 statt.

Die Umsetzung der Entwicklungsprojekte obliegt den Durchführungsorganisationen KfW und GIZ sowie diversen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen. Auch die politischen Stiftungen sind in Guatemala aktiv. Die Projekte sind schwerpunktmäßig in Gebieten mit überwiegend indigener Bevölkerung angesiedelt.

Kultur

In Guatemala befindet sich die mit Abstand größte deutsche Kolonie Zentralamerikas (über 4.000 Staatsangehörige, weiterhin mehrere tausend Deutschstämmige).

Die "Asociación Alejandro von Humboldt" ist Trägerin der Deutschen Schule, eines Sprachinstituts, eines Kulturinstituts und des “Club Alemán”. An der Deutschen Schule mit über 1300 Schülern kann neben dem guatemaltekischen "Bachillerato" auch das deutsche Abitur nach 12 Jahren abgelegt werden. An einer Reihe weiterer Schulen wird Deutsch unterrichtet.

Das Interesse am Studienstandort Deutschland ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist mit einer Lektorin in Guatemala präsent.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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